Handys auf dem Fahrrad – was ist erlaubt?

Female biker using mobile phone on mountain ride Mittlerweile verfügt fast jeder über ein eigenes Mobiltelefon. Wirklich überraschend ist dieses nicht, da immer mehr Personen aus privaten oder beruflichen Gründen auf die mobile Erreichbarkeit angewiesen sind. Die gebotene Mobilität ist zwar ein deutlicher Vorteil, ist allerdings nicht immer ganz legal einsetzbar. Bestes Beispiel hierfür ist der Straßenverkehr. Fahrzeugführer die mit Handy am Ohr unterwegs sind, gehen ein größeres Unfallrisiko ein, da diese zum einen für Ablenkung sorgt und zum anderen durch das einhändige Lenken im Notfall die maximale Lenkradkontrolle verlorengeht. Doch auch bei Fahrradfahrern ist das Handy am Ohr mit einem noch höheren Risiko verbunden.

Ein klingelndes Mobiltelefon verleitet natürlich dazu, dieses aus der Tasche zu holen und das Gespräch entgegenzunehmen. Leider kann dieses auch tagtäglich bei Fahrradfahrern beobachtet werden, die ohne anzuhalten telefonieren, eine SMS lesen bzw. sogar schreiben oder andere Funktionen ihres Handys nutzen. Dabei ist aber nicht alles gleich verboten, was den Handy-Einsatz in der Kombination mit einem Fahrrad betrifft.

Seit dem 1. April 2013 ist ein neuer Bußgeldkatalog in Kraft getreten, der die Unfallrisiken weiter verringern soll und auch für Radfahrer klare Regeln vorsieht. Wird man als Radfahrer beispielsweise dabei erwischt, wie gleichzeitig gefahren und telefoniert wird, kostet dieses 25 Euro. Die gleiche Strafe gibt es auch, wenn SMS geschrieben- oder Handyfotos geschossen werden. Angst vor Punkten in Flensburg muss man in diesem Fall also nicht haben, da es sich hier noch um ein so genanntes Verwarnungsgeld handelt. Erst ab einem Bußgeld von 40 Euro gibt es Punkte in Flensburg, was für Radfahrer mit Autoführerschein besonders ärgerlich ist.

Um als Radfahrer legal mobil zu telefonieren, wird wie auch im Auto eine Freisprecheinrichtung benötigt. Dabei handelt es sich um ein Mono-Headset, wobei keinesfalls ein einfacher Ohr- oder Kopfhörer eingesetzt werden sollte. Ein Ohr muss immer frei sein, um die Verkehrsgeräusche zu realisieren und im Ernstfall schnell reagieren zu können. Daher ist auch das Hören von Musik von Handy oder MP3 Player per Ohrhörer verboten. Nicht verboten ist hingegen die Smartphone-Navigation. Hierfür gibt es spezielle Halterungen, mit denen das Device am Lenker montiert wird. Gleichzeitig empfiehlt es sich, den Lautsprecher auf die höchste Stufe zu stellen, um die Wegführung nicht permanent vom Display ablesen zu müssen.

Zum komplette Bußgeldkatalog beim ADFC.

Handys auf dem Fahrrad – was ist erlaubt?
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