Routenplanung und Navigation für das Fahrrad mit der kostenlosen Navi App komoot

komoot WebsiteWer sich während seiner Freizeit gerne auf’s Bike schwingt um alleine oder auch in Begleitung neue Wege und Orte zu erkunden, der sollte einen Blick auf die App komoot werfen!

Mit der für iPhone und Android verfügbaren App können Fahrradtouren zunächst komfortabel geplant werden. Sobald man dann auf dem Rad unterwegs ist, übernimmt komoot: Durch die auf dem Handydisplay angezeigte Route und durch die (auch abschaltbare) Sprachausgabe führt komoot seinen Nutzer sicher an das gewünschte Ziel – zumindest solange eine ausreichende Stromversorgung gewährleistet ist.

Wir haben komoot für die Planung einer Radtour und die Navigation während der Fahrt umfangreich getestet und sind bis auf wenige Kleinigkeiten begeistert! Aber lesen Sie selbst unseren komoot Testbericht!

Planung der Radtour mit der App komoot

Wer komoot auf seinem Handy oder Smartphone nutzen will, muss zunächst die Android App bzw. die iPhone App herunterladen. Die App ist kostenlos (zum Bezahl- und Geschäftsmodell von komoot später mehr). Sobald die App gestartet wird, muss ein persönlicher komoot Account angelegt werden. Wer sich nicht unbedingt ein weiteres Passwort merken möchte, der meldet sich komfortabel über seinen Facebook oder Google Account an.

Wie unsere unten stehende Fotostrecke zeigt, geht es mit einer Übersichtsseite weiter: Für seinen aktuellen Standort kann man sich die Karte und Tourenvorschläge anzeigen lassen. Außerdem kann eine Tourenplanung gestartet werden. Für die Planung einer Tour sind zunächst Start und Ziel festzulegen. Anschließend wird die Art der Fortbewegung gewählt – wir wählen das Fahrrad aus und geben darüber hinaus an, dass wir gut in Form sind. Die Angabe der Kondition führt, soweit wir das bei unseren Tests im flachen Norden Deutschlands beurteilen können, jedoch nicht zu unterschiedlichen Strecken, sondern lediglich zu einer unterschiedlichen Einschätzung hinsichtlich der Dauer, die wir nach Meinung von komoot wohl für unsere Tour brauchen werden.

Haben wir all diese Angaben vorgenommen und bestätigen diese mit „Tour berechnen“, werden uns verschiedene Strecken vorgeschlagen. Neben der individuell berechneten Strecke werden „Alternative Routen“ vorgeschlagen, die von anderen Nutzern der Fahrrad Navi App gefahren und veröffentlicht worden sind. Zu jeder Alternative werden Entfernung, Höhenmeter (bergauf und bergab) sowie die geschätzte Dauer der Tour angezeigt.

Hat man sich für eine der zur Auswahl stehenden Touren entschieden, kann man diese noch modifizieren und Wegpunkte setzen, um bestimmte Ecken zu meiden oder besonders schöne Orte zu besuchen. Ist auch das erledigt, kann die Tour beginnen und komoot übernimmt die Navigation auf der Fahrradtour!

Navigation mit der Fahrrad Navi App komoot



Wer sich von der App komoot während seiner Tour navigieren lassen möchte, der benötigt zunächst eine Fahrrad Handy Halterung und bei längeren Strecken auch eine ausreichende Stromversorgung. Ist beides vorhanden, lässt sich das Handy oder Smartphone gut am Lenker befestigen und die Tour kann beginnen.

Auf dem Display erscheint die Kartenansicht, die vom klassischen Navi bekannt ist und wie Google Maps aussieht. In die Karte kann hinein und heraus gezoomt werden und es kann über das Kompass-Icon in der Mitte festgelegt werden, ob die Karte fix bleibt oder ob sie sich wie ein Kompass drehen soll (zu sehen im letzten Bild der Fotostrecke unten rechts zu sehen). In unserem Test fiel auf, dass die Karte unabhängig von der Einstellung gelegentlich hin und her wackelte, was ein wenig bei der Navigation störte.

Im oberen Bereich der laufenden App wird angezeigt, welcher Anteil der Strecke bereits zurückgelegt worden ist und wie weit es noch zu fahren gilt. Auch ist das Höhenprofil zu sehen. Während der Fahrt erscheint neben dem blauen Punkt auch ein rosa-rötlicher Punkt, wodurch angezeigt wird, ob man schneller oder langsamer als die anfangs geschätzte Zeit unterwegs ist.

Die Ansicht im oberen Bereich lässt sich auch während der Fahrt umstellen: Es können die bisher zurückgelegten und noch zu fahrenden Kilometer, die aktuelle Geschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit, die Höchstgeschwindigkeit und viele weitere Informationen angezeigt werden – der klassische Tacho wird dadurch überflüssig.

Die Sprachausgabe ist, solange man keine Kopfhörer und kein besonders gutes Handy oder Smartphone verwendet, schwer zu verstehen. Wir haben komoot auch in der vor Regen, Steinschlag und Staub schützenden  KLICKfix Handyhalter Smartphone Bag von Rixen & Kaul getestet – durch die schützende Folie wurde die Stimmausgabe weiter gedämpft und war nur zu verstehen, wenn man sein Ohr direkt an die Halterung bzw. das Smartphone legte.

Aber auch ohne Sprachausgabe funktionierte die eigentliche Navigation wunderbar. Wir wurden sicher an unsere Ziele geführt. Sobald man an eine Abzweigung gelangt, weckt die Anzeige von komoot durch eine auffallende Markierung auf dem Display die Aufmerksamkeit.

Was während der Tour schnell auffällt, ist der hohe Akkuverbrauch durch GPS und die App. Länger als 2-3 Stunden sind ohne externe Stromversorgung wohl mit kaum einem Smartphone zu schaffen. Während unserer Tests haben wir auf den EasyAcc Powerbank Akku zurückgegriffen, der uns etwa 6 Stunden Radtour mit komoot ermöglicht hat. komoot selbst bietet die Funktion an, den Bildschirm nicht dauerhaft anzuzeigen, sondern diesen nach einer gewissen Zeit abzuschalten um Strom zu sparen. Was wir uns hier gewünscht und eigentlich auch erwartet haben, war, dass die App an der nächsten Abzweigung automatisch wieder „aufwacht“, das Display aufleuchtet und so auf die zu fahrende Strecke hinweist.

Ist die Tour beendet, lässt sich diese zu komoot hochladen und für andere Nutzer veröffentlichen oder auch auf Facebook teilen. Im eigenen Profil auf komoot wird die zurückgelegte Strecke festgehalten und „komoot-Freude“ werden über die gemachte Fahrradtour informiert.

Was kostet die Fahrrad App komoot?

komoot Karten müssen gekauft werdenWie bereits beschrieben, ist komoot selbst kostenlos und dadurch wunderbar getestet werden. Allerdings ist komoot nur für eine Region, beispielsweise Hamburg, kostenlos. Wer auch in Schleswig-Holstein unterwegs ist, der kann entweder die benötigten Regionen für EUR 3,59 pro Region hinzukaufen, ein Regionen-Paket, beispielsweise Holsteinisches Binnenland, für EUR 8,99 wählen oder sich direkt für das komoot Komplett-Paket, welches alle von komoot unterstützten Regionen umfasst, für EUR 29,99 entscheiden.

Sobald man ein Paket erwirbt – egal ob nun eine einzige Region, ein Regionen-Paket oder das Komplett-Paket – erhält man auch Zugriff auf die Offline-Karten, was überaus nützlich ist. Hier gilt es also die Tour bereits vor dem Start bei vorhandenem WLAN zu organisieren, so dass keine horrenden Trafficmengen anfallen.

Aktuell bietet komoot Kartenmaterial für Deutschland, die Niederlande, Belgien, die Schweiz, Österreich und Teile Frankreichs und Italiens an. Gerade außerhalb Deutschlands und in ländlicheren Gegenden sollte man also über die Offline-Karten verfügen. Wer sich für das Komplett-Paket entscheidet, erhält auch immer Zugang zu neuen komoot-Gebieten.

Preis-Leistungs-Verhältnis & Fazit

Wer viel und gerne mit dem Fahrrad in Deutschland und dem näheren europäischen Ausland unterwegs ist, der bekommt mit der Fahrrad Navi App komoot für EUR 29,99 einen exzellenten Begleiter für Streckenplanung und Navigation.

Die App hat zwar hier und da noch kleinere Verbesserungspotenziale, macht aber einen durchaus schon recht ausgereiften Eindruck. Wer noch zweifelt, der sollte sie einfach mal kostenlos testen!

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Routenplanung und Navigation für das Fahrrad mit der kostenlosen Navi App komoot
Tags: · · · · · · ·
  • Joachim

    Vielen Dank für die Vorstellung der App. Habt ihr die Offline-Funktion der App getestet? Ich würde gerne für längere Touren die Internetverbindung meines Smartphones deaktivieren um den Akku zu schonen, aber auch auf keine Informationen verzichten.

    Lädt die Offline-Funktion Maps für eine Region runter oder nur für ausgewählte Route?

  • Alex

    ich habe heute diese app im raum berlin testen wollen leider vergebens. in zwei smartphone varianten haben wir diese app getestet.samsung s2 und S4.bei dem S2 kam es ständig zu keinem ortungs aufbau, also keine routen führung, das S4 hat zwar die navigation bekonnen, aber ab einer abweichenden route, die nun neue richtung oder alternativroute nicht neu berechnet. also erfahrung eher leider schlecht bis jetzt.

  • Thomas

    Ansich schöne App. Leider keine Neuberechnung bei verlassen der Route.

  • Steffen Oehler

    Ich nutze Komoot seit mehr als einem Jahr zur Planung meiner MTB Strecken. Ich habe mir ganz Deutschland frei geschalten da ich in unterschiedlichsten regionen unterwegs bin. Ich finde Komoot super und nutze es sehr oft. Allerdings lade ich mir die Strecken dan als gpx herunter und navigiere mit meinem Garmin Fahradnavi. Ich kann Komoot zum Planen von Strecken sehr empfehlen.

  • Pingback: Fahrrad-Navi-Apps im Test: Navigon Urban()

  • Micha

    Alles Super, seit 14 Monaten und ca. 3000km mein täglicher Begleiter! Kurz Online gehen, die Route Planen, oder die vorher geplante von PC oder iPad laden und sorgenfrei Navigieren. Überragende Akkulaufzeit, da das Display dank super Sprachnavigation dunkel bleiben kann. Ein Druck auf den ON Button und die Karte wird ohne weitere Entsperrung direkt nachgeführt und man kann in unklaren Situationen aufgrund der Kartendarstellung sehen was Sache ist. Egal ob kurze Runde oder 4 Tages Tour, alles bestens.