Im Test: Stromerzeugung auf dem Fahrrad mit dem Nabendynamo Shimano DH-3N20 und der USB-LED-Lampe AXA Nano Plus

AXA Led Scheinwerfer Nano 50 Plus mit USBBereits längere Zeit hatten wir es angekündigt, nun ist es endlich soweit: Wir haben die Kombination aus Nabendynamo und LED-Lampe mit USB-Ladebuchse als Stromversorgung für die Handy-Navigation auf dem Fahrrad genauer unter die Lupe genommen.

Im Test: Der Nabendynamo Shimano DH-3N20 (für etwa 25 Euro) und der AXA LED Scheinwerfer Nano 50 Plus (für etwa 60 Euro). Eine ordentliche Handystromversorgung folglich für deutlich unter 100 Euro!?

Bei dieser Konfiguration wird der Shimano Nabendynamo im Vorderrand eingesetzt. Er wird mit dem LED-Scheinwerfer von AXA verbunden und liefert diesem Strom, sobald in die Pedale getreten wird. Die AXA-Lampe wiederum verfügt über eine seitliche USB-Buche, an die dann das Handy, in unserem Test ein Samsung Galaxy S4 in einer mumbi Halterung, angeschlossen werden kann.

Der Nabendynamo Shimano DH-3N20 als Stromquelle

Ist der Nabendynamo erst einmal montiert (wofür durchaus einige Stunden eingeplant werden sollten), so liefert er 3 Watt bei 6 Volt. Während es in den Amazon-Rezensionen zum DH-3N20 einige Beschwerden über die Schwergängigkeit des Dynamos gibt, läuft der Dynamo bei unserem Test-Fahrrad ohne Probleme gut mit. Die Verkabelung kann recht einfach vorgenommen werden. Leider verfügt der Dynamo über keinen Überspannungsschutz.

Der AXA LED Scheinwerfer Nano 50 Plus mit USB

Ausreichend Helligkeit erzeugt die LED-Lampe von AXA mit einer Leistung von 40 LUX auf jeden Fall. Durch den Kondensator hat man auch dann noch ausreichend Licht, wenn man das Rad nur noch schiebt und die eigentliche Tour längst beendet ist (Standlicht). Auch die Montage kann recht einfach durchgeführt werden.

Aber zum eigentlichen Thema – der USB-Stromversorgung für das Handy: Wer denkt, dass sich ein aktuelles Smartphone dauerhaft intensiv nutzen lässt (Navigation mit GPS und fortwährend angeschaltetem Display) und der Akku am Ende einer gemütlichen Tour voll geladen ist, der irrt gewaltig.

Das Smartphone wird nur dann geladen, wenn die Geschwindigkeit 15 km/h und mehr beträgt. Wer nicht dauerhaft zügig unterwegs ist sondern in seiner Reisedurchschnittsgeschwindigkeit um die 15 km/h schwankt, der sollte bedanken, dass das Smartphone dadurch nicht gleichmäßig geladen wird, was dem Smartphone unter Umständen schaden kann. Hier bietet sich alternativ ggf. das Laden eines externen Akkus über den Nabendynamo an, um das Smartphone bzw. dessen Akku nicht zu bescädigen (auch wenn man dadurch noch einmal Energie verloren geht).

Selbst wer mit rund 18 km/h unterwegs ist und damit ein dauerhaftes Laden des Smartphones erreicht, stellt fest, dass intensiv genutzte Apps wie die von komoot mehr Strom verbrauchen, als der Nabendynamo über die Lampe liefern kann. Konkret bedeutete das in unserem Test mit einem Samsung Galaxy S4, dass wir bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h und der intensiv genutzten Navi App komoot etwa 1% Akkuleistung auf 2 km verbraucht haben. Zum Vergleich: Ohne Stromversorgung verbraucht die App bei gleicher Geschwindigkeit und Nutzung etwa 1% Akkuleistung auf 1 km.

Bei Regen und Nässe rät AXA vom Laden des Smartphones ab. Die USB-Verschlussklappe macht einen etwas wackeligen Eindruck und droht leider jeden Moment abzureißen. Ein gleichzeitiger Betrieb von Lampe und USB-Stromerzeugung ist nicht möglich; über ein Schalter auf der Lampenrückseite muss hin und her geschaltet werden.

Fazit und Preis-Leistungsverhältnis

Insgesamt erfüllte die Kombination aus Nabendynamo Shimano DH-3N20 (für etwa 25 Euro) und AXA LED Scheinwerfer Nano 50 Plus (für etwa 60 Euro) leider nicht unsere hohen Erwartungen. Unser Wunsch alle Stromversorgungsprobleme auf dem Fahhrad mit Nabendynamo und AXA Lampe mit USB-Stromquelle zu lösen, wurde nicht erfüllt.

Nichtsdestotrotz liefert die Kombination „etwas Strom“. Bei gutem Wetter und hoher Durchschnittsgeschwindigkeit lässt sich die Laufzeit des Akkus trotz intensiver Nutzung für Touren bis zu 200 km ausdehnen, was für gewöhnlich ausreichen sollte. Am Ende des Tages muss dann jedoch eine Steckdose her und womöglich war die Tour durch den ständig aktiven Nabendynamo etwas anstrengender als ohne.

Somit bleibt die Entscheidung, ob man auf eine Kombination von Nabendynamo und E-Werk/USB-Stromquelle (wie die hier vorgestellte) oder stattdessen auf einen externen Akku wie die EasyAcc Powerbank 5.600 mAh (zum Testbericht) oder den Anker Astro 3E mit 10.000 mAh (zum Test)  setzt, weiter schwierig.

Im Test: Stromerzeugung auf dem Fahrrad mit dem Nabendynamo Shimano DH-3N20 und der USB-LED-Lampe AXA Nano Plus
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